Die betriebliche Steuererklärung

Mit der Steuererklärung legt eine natürlich oder juristische Person alle Fakten offen, die der Ermittlung der Besteuerungsgrundlagen dienen und damit die Festsetzung der Steuer ermöglichen. Durch das ELSTER Verfahren muss die fertige Steuererklärung elektronisch an das zuständige Finanzamt übermittelt werden.

Die Abgabe der betrieblichen Steuererklärung einer Unternehmung ist eine wichtige Pflicht gegenüber dem Finanzamt. Die betriebliche Steuererklärung kann sich je nach Rechtsform des Unternehmens aus verschiedenen Steuererklärungen zusammensetzen. Zu den verschiedenen Arten der Steuererklärung gehören die Umsatzsteuererklärung, Gewerbesteuererklärung, Körperschaftssteuererklärung und die Kapitalsteuererklärung.

Welche Art der Steuererklärung für ein Unternehmen abgegeben werden muss, lässt man sich am besten von einem Fachmann erklären. Denn Formfehler oder Unkenntnis können unter Umständen teuer werden. Als Steuerberater berät unser Team von aditum Sie in allen Fragen rund um die betriebliche Steuererklärung.

Betriebliche Steuererklärung – das ändert sich 2018

Für das Steuerjahr 2018 gibt es einige wichtige Neuerungen für Unternehmen beim Steuergesetz. Unter Anderem ändern sich Abgabefristen für die Steuererklärung und Abschreibungsmöglichkeiten für Arbeitsmittel. Doch Vorsicht, die Änderungen gelten erst für das Steuerjahr 2018, werden also in den Steuererklärungen berücksichtigt, die 2019 fällig werden. Die Steuererklärungen für das Steuerjahr 2017 bleiben davon unberührt.

Schlanke Steuererklärung durch Belegvorhaltepflicht

Um den bürokratischen Aufwand zu reduzieren und Papier zu sparen gilt statt der bisherigen Belegabgabepflicht die neue Belegvorhaltepflicht. Das bedeutet, dass für viele Ausgaben in der Einkommensteuererklärung keine Belege mehr eingereicht werden müssen. Die entsprechenden Belege müssen aber, für den Fall, dass das Finanzamt diese anfordert, aufbewahrt werden.

Die neuen Steuerfristen 2018

Ab dem Steuerjahr 2018 wird die Abgabefrist für Steuererklärungen um zwei Monate verlängert. Praktisch bedeutet das, die normale Frist läuft nicht mehr am 31. Mai ab, sondern erst am 31. Juli des Folgejahres 2019. Bei Vertretung durch einen Steuerberater gilt nicht mehr der 31. Dezember als Abgabefrist, sondern der 28. beziehungsweise 29. Februar.

Diese Fristen sollten allerdings auch unbedingt eingehalten werden, denn es gelten neue Regelungen für den Verspätungszuschlag. Er beträgt pro Monat der verspäteten Abgabe 0,25 Prozent der um Vorauszahlungen und anzurechnende Steuerabzugsbeträge verminderten festgesetzten Steuer, mindestens jedoch 25 Euro pro Monat. Die bisherige Kann-Vorschrift entfällt.

Abschreibungs-Grenzen (GWG) steigen

Die Abschreibungsgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) steigt ab dem Jahr 2018 von 150€ auf 250€. Die neue Grenze gilt für Anschaffungen nach dem 31.12.2017. Unter den Begriff GWG fallen bewegliche, abnutzbare Wirtschaftsgüter wie Telefone, Computer oder Kleinmöbel.

Alle Beträge gelten immer für die Nettoanschaffungskosten.

Kassen-Nachschau – strengere Kontrollen ab 2018

Zum Neujahrstag 2018 wird die nächste Stufe des Kassengesetzes von 2016 zum Schutz vor digitaler Manipulation wirksam. Die Kassennachschau soll der Überprüfung von Aufzeichnungen und Buchungen von Kassenausgaben und Kasseneinnahmen dienen. Durch die Gesetzesänderung haben die Finanzämter nun die Möglichkeit zu einer unangekündigten Kassennachschau zu den üblichen Betriebs- und Geschäftszeiten. Werden dabei Mängel, zum Beispiel beim Bargeldbestand oder der Kassenbuchführung festgestellt, dürfen die Finanzbeamten direkt zu einer Außenprüfung übergehen.

Obwohl das Kassengesetz digitaler Manipulation vorbeugen soll, sind nicht nur Betriebe mit einer elektronischen Registrierkasse davon betroffen. Die Änderung gilt auch für Betriebe mit offenen Ladenkassen. Bei Verstößen können Bußgelder bis zu 25.000 Euro verhängt werden.

Steuerlich gut beraten mit aditum

Für alle betrieblichen Steuererklärungen und Jahresabschlüsse ist das Steuerberater-Team von aditum ihr professioneller Partner. Wir unterstützen Sie bei der Erstellung der notwendigen Steuererklärungen und prüfen Ihre Steuerbescheide. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

1. Änderungen bei der Abgeltungsteuer

Kompliziertere Änderungen gibt es für Anleger von Investmentfonds. Ab dem Jahreswechsel zahlen in Deutschland zugelassene Fonds auf bestimmte Erträge 15 Prozent Körperschaftssteuer. Weil sie dadurch weniger an ihre Anleger ausschütten können, werden diese zumindest teilweise von der Abgeltungsteuer befreit. Bei Mischfonds liegt der steuerfreie Teil bei 15 Prozent, bei Aktienfonds bei 30 Prozent und bei Immobilienfonds bei bis zu 80 Prozent.
Weitere Änderung: Verkaufsgewinne aus Fondsanteilen, die vor dem Start der Abgeltungsteuer 2009 erworben wurden, sind nicht mehr komplett steuerfrei, sondern nur noch, wenn sie 100.000 Euro nicht übersteigen. Dann greift die Abgeltungsteuer von 25 Prozent.

2. Frist für die Abgabe ändert sich - aber erst 2019!

Vertun Sie sich nicht, wenn Sie irgendwo hören, dass die Frist für die Abgabe der Steuererklärung 2018 verlängert wird. Richtig ist: Ab dem Steuerjahr 2018 hat man zwei Monate mehr Zeit, die Erklärung abzugeben, also bis zum 31. Juli statt 31. Mai und Vertretung durch einen Steuerberater sogar bis Ende Februar des Folgejahres statt Ende Dezember. Das greift aber erst 2019, weil dann die Bearbeitung der Steuererklärung 2018 anfällt. Die Steuererklärung für das Jahr 2017 muss noch nach den alten Fristen bis zum 31. Mai 2018 abgegeben werden - beziehungsweise bis zum 31. Dezember 2018, wenn die Bearbeitung durch einen Steuerberater erfolgt. 

Artikel Hinweis

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