Unternehmensnachfolge - Definition und Ablauf

Unter einer Unternehmensnachfolge versteht man die Führungsnachfolge in einem bestehenden Unternehmen. Dabei wechselt entweder der Vorstand des Unternehmens oder das Unternehmen geht an einen anderen Eigentümer über. Hierfür kann es mehrere Gründe geben. Zum einen persönliche Belange: Die bisherige Geschäftsleitung geht in den Ruhestand, hat gesundheitliche Gründe für den Rücktritt oder verstirbt gar.

Zum anderen geschäftliche Entscheidungen, wie Verschlankung der Unternehmensstrukturen, Fusionen mit anderen Firmen, oder der unternehmerische Schwerpunkt wird auf ein anderes Unternehmen im Besitz gesetzt. Es werden dann Unternehmer gesucht, die die Geschäftsführung der ausgegliederten Firma übernehmen.

Wie läuft der Prozess der Unternehmensnachfolge ab?

Vom Beschluss, ein Unternehmen zu veräußern, bis hin zum Betrieb unter dem neuen Eigentümer, läuft die Unternehmensnachfolge meist in vier Phasen ab. Wird die Nachfolge nicht durch einen plötzlichen Ausfall der Unternehmensleitung nötig, sollte das Thema Nachfolge nicht lange aufgeschoben, sondern rechtzeitig geplant werden. Und zwar sobald Zweifel am Weiterführen der Unternehmertätigkeit aufkommen.

Die erste Phase beginnt mit der Überlegung, die Geschäftstätigkeit oder die Unternehmensleitung aufzugeben. Um die Firma weiterzugeben, sollte zunächst ihr aktueller Wert ermittelt werden. Dazu, und für viele andere Fragen während der Nachfolgeregelung, sollten externe Experten zu Rate gezogen werden. Ein Wirtschaftsprüfer ist für die Unternehmensbewertung zuständig und kann so den Wert der Firma ermitteln.

Die zweite Phase umfasst die rechtliche Vorbereitung der Nachfolge. Ein Rechtsanwalt sollte konsultiert werden, um Streitpotenzial innerhalb der Eigentümerfamilie von vornherein abzuschwächen und eine mögliche Nachfolgeregelung zu klären.

In Phase drei der Nachfolge werden die wirtschaftlichen Vorbereitungen getroffen. Hier werden Strukturen im bestehenden Unternehmen bereinigt und, wenn möglich, eine langfristige Ergebnisplanung aufgestellt. Eine Modernisierung der Strukturen ist in diesem Schritt möglich, um den Wert zu steigern. In Phase vier wird der Unternehmensverkauf oder die Weitergabe geplant und Angebote für die Firma eingeholt. Potentielle Nachfolger können ausfindig gemacht und persönlich kontaktiert werden. Ist entschieden, wer die Firma übernimmt, wird ein Vertrag über die vereinbarten geschäftlichen Regelungen geschlossen und gegebenenfalls der Eintrag im Handelsregister geändert. Hat alles juristische Gültigkeit ist die Nachfolge abgeschlossen.

Welche Arten der Unternehmensnachfolge gibt es?

Unternehmensnachfolge bedeutet nicht immer Unternehmensverkauf. Je nach strukturellen und personellen Gegebenheiten, bieten sich verschiedene Arten der Übergabe an. Als Unternehmer entscheiden Sie, ob Sie einen externen Nachfolger suchen, innerhalb der Familie das Unternehmen übertragen, oder nur die Räumlichkeiten des Unternehmens weitervermieten.

Verpachtung und Vermietung

Sind Sie als Unternehmer noch nicht bereit, Ihren Betrieb zu verkaufen, bietet sich eine Verpachtung des Unternehmens an. Hierbei übernimmt ein externer Unternehmer den Betrieb des Unternehmens, tritt jedoch Einnahmen zu Teilen an den eigentlichen Besitzer ab.

Möchten Sie das Unternehmen nicht mehr selbst leiten, finden jedoch keine geeignete Nachfolge, oder wollen den Namen des Unternehmens nicht weiterverkaufen, können Sie die Betriebsräume vermieten. Sie erzielen hierbei Einnahmen über die Vermietung der Maschinen, Räumlichkeiten und Einrichtung, lösen das Unternehmen an sich jedoch faktisch auf. Die stillen Reserven werden dabei aufgebraucht und versteuert.

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